Zeckenkunde
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  1. Welche Zecken sind für meinen Hund bzw. meine Katze gefährlich?
    Weltweit gibt es mehr als 850 Zeckenarten. Die für Hunde und Katzen in Europa gefährlichen sind:
    • Ixodes ricinus, der gemeine Holzbock
    • Rhipicephalus sanguineus, die braune Hundezecke
    • Dermacentor reticulatus, die Buntzecke
  2. Wo leben diese Zecken?
    Der gemeine Holzbock lebt als Freilandzecke in Wäldern, Parks, hohen Wiesen und an Wegrändern.
    Die braune Hundezecke wurde aus Urlaubsländern nach Deutschland eingeschleppt und hält sich sowohl in Zwingern und Ställen als auch in Wohnungen auf.
    Die Buntzecke ist in feuchteren Gebieten, Auwäldern und Mooren anzutreffen.
  3. Wie entwickeln sich Zecken?
    Die Entwicklung der Zecke umfasst 4 Stadien: Ei, Larve, Nymphe und erwachsene Zecke. Um sich vom Larvenstadium in die nächsten Stadien weiterzuentwickeln, braucht die Zecke Blutmahlzeiten von ihren Wirten. Die Aktivitäten der Zecken beginnen bei einer Bodentemperatur von 5 bis 7oC und einer Luftfeuchtigkeit über 80%
  4. Warum sind Zecken gefährlich?
    Zecken sind überträger gefährlicher Krankheiten. Einige Erkrankungen, die früher nur in wärmeren Ländern vorkamen, sind nun auch vermehrt bei in Deutschland lebenden Hunden und Katzen verbreitet - bedingt durch häufigeres Verreisen mit den Tieren und dem daraus resultierenden Einschleppen anderer Zeckenarten wie der braunen Hundezecke.
  5. Wie heißen diese Krankheiten?
    Die wichtigsten durch Zecken auf den Hund und auf die Katze übertragenen Krankheiten sind die Borreliose (Lyme disease), die Babesiose (Piroplasmose), die Ehrlichiose (Rickettsiose) und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

    Wie erkenne ich die Borreliose (Lyme disease)?
    Die Erkrankung geht mit Fieber, Appetitverlust und Mattigkeit einher. Es kann zu Gelenkentzündungen kommen, in späteren Stadien auch zu Organschäden.

    Wie erkenne ich die Babesiose (Piroplasmose)?
    Babesien-Erreger befallen und zerstören die roten Blutkörperchen. Daher wird bei der Babesiose als häufigstes Symptom Blutarmut festgestellt. Weitere Symptome können hohes Fieber, roter oder grünlicher Urin oder Gelbsucht sein.

    Wie erkenne ich die Ehrlichiose (Rickettsiose)?
    Erkrankte Tiere können unter hohem Fieber, Apathie, Fressunlust, Lymphknotenschwellungen und Blutungen leiden, chronisch Erkrankte magern ab und haben eine größere Blutungsneigung.

    Wie erkenne ich die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)?
    Die Viren der FSME werden durch den gemeinen Holzbock übertragen. Die Symptome der FSME sind oft nicht klar. Apathie, Fieber und Bewegungsstörungen können Hinweise sein, im späteren Verlauf auch Halsbeugestörungen.

  6. Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht habe, dass mein Hund oder Katze mit einer dieser Krankheiten angesteckt wurde?
    Suchen Sie Ihren Tierarzt/Ihre Tierärztin auf! Er/Sie wird die nötigen Untersuchungen durchführen und die passende Therapie auswählen.

  7. Kann man diese Krankheiten behandeln?
    Ja, allerdings ist die Behandlung jeder dieser von Zecken übertragenen Krankheiten meist sehr aufwendig und kann sehr langwierig sein.

  8. Kann man gegen diese Krankheiten schützen?
    Ja, man kann. Am besten, Sie suchen Ihren Tier nach jedem Spaziergang auf Zecken ab. Wenn Sie eine gefunden haben, drehen Sie diese (am besten mit einer speziellen Zeckenzange) heraus. Entgegen einer langläufigen Meinung haben Zecken kein Gewinde, die Drehrichtung ist also egal. Tiere, die stark von Zecken befallen sind, können auch mit einem Shampoo gebadet werden.
    Gut zu wissen: Auch wenn sich die Zecke schon angesaugt hat, muss sie dabei nicht zwangsläufig gleich eine Krankheit übertragen haben - denn es kann einige Tage dauern, bis die Erreger in den Blutkreislauf Ihres Tieres gelangen. Je schneller Sie die Zecke entfernen können, desto besser also.

("Interwet Deutschland GmbH")
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